Idee und Maßnahmen

Neue Jugendinitiativen rufen besonders in den digitalen Medien zur Mitwirkung an der Gestaltung unserer Gesellschaft auf und berufen sich auf die Grundsätze der Demokratie. Immer mehr Jugendliche engagieren sich, ohne die Initiativen auf ihre Werte, Menschen- und Naturbilder und ihre Rechtsstaatlichkeit hin zu hinterfragen.

Projektidee

Das Projekt, welches sich über einen Zeitraum von fünf Jahren erstreckt, bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich im Natur- und Umweltschutz engagieren, ein dreitägiges, interaktives Projektseminar an. Dabei sollen die Teilnehmenden dazu befähigt werden, Extremismus zu identifizieren, ihm mit Haltung zu begegnen und sich insbesondere in der digitalen Welt aktiv für Rechtsstaatlichkeit engagieren zu können. Aufbauend auf dem Netzwerk des FÖF e.V. werden im Rahmen des Projektes innovative Zugangswege, Methoden und Formate online wie offline erprobt und für Multiplikator*innen aufbereitet. Auf Fachkonferenzen und in Online-Seminaren werden die Ergebnisse mit Multiplikator*innen geteilt, um diese zur Übertragung der Seminarbausteine in ihre eigene Arbeit zu befähigen.

Projektmaßnahmen für Jugendliche und junge Erwachsene

Kern des Projektes sind Projektseminare für die Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene, die als ein dreitägiges, interaktives Trainingsprogramm konzipiert werden, um Extremismus identifizieren zu können, ihm mit Haltung zu begegnen und sich insbesondere in der digitalen Welt aktiv für Rechtsstaatlichkeit engagieren zu können.

Gemeinsam mit Referent*innen aus den Bereichen aus Wissenschaft und Journalismus sowie Aussteiger*innen aus der extremistischen Szene sollen verschiedenen Methoden erprobt und im Laufe der Projektlaufzeit weiterentwickelt werden. Bei der inhaltlichen Planung der einzelnen Seminare steht – gemäß der pädagogischen Konzeption des FÖJ – der partizipative Ansatz im Vordergrund. Jedes Seminar wird gemeinsam mit einer Vorbereitungsgruppe von Teilnehmenden geplant, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden in die Auswahl von Themen und Referent*innen einbezogen und bereiten einzelne inhaltliche Punkte gemeinsam mit den Projektmitarbeiter*innen und Referent*innen vor.

Die Hauptzielgruppe, die ihre Motivation für das Projekt vor allem aus dem Engagement für Natur- und Umweltschutz nimmt, soll an ausgesuchten Beispielen, die durch unterschiedliche Menschen- und Naturbilder entstehende Interessenskonflikten erfahren. So können beispielsweise an der politischen Diskussion um den ehemaligen Westwall (oder je nach Bundesland anderen ausgewählten Orten) das Bauwerk unter Gesichtspunkten des Denkmalschutzes und des Naturschutzes betrachtet werden. Das Interesse der rechtsextremen Szene das Bauwerk zur Glorifizierung des Nationalsozialismus zu nutzen, zeigt dabei die Überschreitung rechtsstaatlicher Vereinbarkeit.

Ergänzend werden Online-Seminare mit Fachreferent*innen zu einzelnen inhaltlichen Themen der politischen Bildung angeboten.

Projektmaßnahmen für Multiplikator*innen

Die in den Seminaren erprobten Inhalte und Methoden werden für Multiplikator*innen (pädagogische Fachkräfte, die vor allem in Maßnahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung tätig sind) aufbereitet, präsentiert und mit ihnen in unterschiedlichen Formaten offline wie online diskutiert. Dadurch soll die nachhaltige Wirkung des Projektes sichergestellt werden.

Eine wichtige Rolle bei Multiplikator*innenschulung und damit zur Sicherstellung der nachhaltigen Wirkung des Projektes spielen Fachkonferenzen. Diese führen wir gemeinsam mit lokalen Kooperationspartnern in deren jeweiligen Bundesländern durch. Auf den Fachkonferenzen sollen einerseits die Erfahrungen des FÖF im Rahmen dieses Projektes mit Multiplikator*innen geteilt und diskutiert werden, auf der anderen Seite wollen wir auch Erkenntnisse und Erfahrungen der beteiligten Kooperationspartner im Bereich Extremismusprävention und Demokratiebildung diskutieren.

Neben den Konferenzen bilden Online-Seminare den zweiten Baustein unseres Angebots für Multiplikator*innen. Projektmitarbeiter*innen sowie Fachreferent*innen der Projektseminare präsentieren in diesem innovativen digitalen Format einzelne während der Seminare erprobte Methoden und stehen im Anschluss auch für Diskussionen mit Multiplikator*innen zur Verfügung.

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