Das viertägige Seminar richtet sich an 40 Jugendliche und junge Erwachsene aus Berlin und Brandenburg, welche sich in der Thematik „rechte Ökologie“ weiterbilden möchten. Denn auch die rechtsextreme Szene hat bemerkt, dass ökologische Themen immer größere Beachtung finden. Wir fördern regenerative Energien, essen vegetarisch oder vegan und teilen unser Auto beim Car-Sharing. Ökologische Lebensstile etablieren sich und Rechtsextreme wollen davon nutznießen. Das schaffen sie überraschend gut: Öffentlich behaupten sie, sie hätten schon „grüne“ Positionen vertreten, als „etablierte Parteien“ noch nichts davon wissen wollten. „Natürlich deutsch“ nennt sich beispielsweise die NPD und verbindet so den Naturbegriff mit Nationalismus.

Wie erfolgreich können Rechtsextreme mit Umwelt- und Naturschutzargumenten sein? Können Ressourcenmangel und Verteilungskonflikte dazu führen, dass autoritäre Konzepte wieder mehr Zustimmung finden? Und wie können wir das verhindern?

Der Förderverein ökologische Freiwilligendienste e.V. und die brandenburgischen FÖJ/ÖBFD-Träger laden zu einem Seminar für ökologisch engagierte Jugendliche und junge Erwachsene ein, auf dem gemeinsam der Kern rechtsextremistischer Argumente erkenn-, analysier- und aushebelbar gemacht werden soll.

Der Ort für die viertätige Werkstatt ist eine Bildungsstätte südlich von Berlin. Von dort aus werden wir eine Exkursion an nahegelegene Orte unternehmen, die im Nationalsozialismus instrumentalisiert und noch heute als NS-Landschaft inszeniert werden.