Als Auftakt unserer neuen Reihe von Online-Seminaren, die u.a. in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis „Ökologische Demokratiebildung“ des FÖJ-AKTIV e.V. entstanden ist, veranstalten wir am Mittwoch, den 24.03.2021, um 18:30 Uhr einen Workshop zum Thema „Da seh ich aber weiß.“ mit dem Quix-Kollektiv für kritische Bildungsarbeit. Hierbei werden folgende Themenschwerpunkte kompetent und partizipativ mit den Teilnehmenden durch die Referierenden Nina Khan und Lou Herbst bearbeitet:

Rassismus muss entschieden entgegengetreten werden, und das nicht nur in Zeiten des derzeitigen Rechtsrucks in Deutschland – dem würden viele weiße Menschen zustimmen und sich als tolerant und weltoffen beschreiben. Was aber  braucht es, um eine rassismuskritische Haltung zu verinnerlichen und vor allem auch zu leben? Welche rassistischen Denkmuster, Glaubenssätze und Handlungsweisen tragen viele weiße Menschen unbewusst in sich? Wann und wie reproduzieren sie Rassismus, ohne dies zu wollen und zu bemerken?

In diesem kurzen dreistündigen Einführungsworkshop wollen wir mit euch einen Prozess starten, um gemeinsam mit unterschiedlichen Methoden erfragen, erfühlen und reflektieren was Weißsein bedeutet. Rassismus ist immer gegenwärtig. Weiße Menschen merken dies allerdings sehr oft nicht  und reproduzieren rassistische Strukturen, auch ungewollt, oft mit. Als weiße Person in einem rassistischen System aufzuwachsen und sozialisiert zu werden, bedeutet in erster Linie eine Reihe an Privilegien zu genießen, aber auch selber bestimmte rassistische Denkweisen gelernt zu haben. Der Workshop wird Gefühlen wie Scham, Schuld oder Wut, die bei der Auseinandersetzung mit dem eigenem Weißsein auftreten können, Platz geben. Wir möchten in diesen Emotionen aber nicht stecken bleiben, sondern möchten diese in ein Gefühl von Verantwortung und Handlungsfähigkeit umwandeln.

Zu den Trainer*innen:

Nina Khan arbeitet in verschiedenen Kontexten zu Antidiskriminierung und Diversität, schwerpunktmäßig in den Themenfeldern Rassismus, koloniale Kontinuitäten und Intersektionalität. Sie ist seit zehn Jahren freiberuflich als Trainerin in der politischen Bildungsarbeit tätig und hat in Südasienstudien promoviert. Sie arbeitet als Referentin für Chancengleichheit und Diversity an der Universität Potsdam.

Lou Herbst arbeitet seit mehr als 10 Jahren im Bildungskontexten im Bereich Anti-Diskriminierung und Diversität. Lou arbeitet vor Allem zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, Rassismus/Weißsein und

Intersektionalität und ist Mitherausgeber*in der Broschüre zu Gender_Sexualitäten_Begehren in der machtkritischen Bildungsarbeit vom quix-kollektiv. Seit einem halben Jahr arbeitet Lou in Teilzeit als Referent*in in der diversitätsorientierten Organisationsentwicklung einer Stiftung.

Zur Anmeldung geht es hier: