„Artenschutz für Deutsche“ plakatierte die NPD bei der letzten Landtagswahl in Sachsen. Sie nahm damit den derzeit zentralen Naturschutzbegriff des „Artenschutzes“ auf und missbrauchte ihn für ihre Zwecke, nämlich für die Ablehnung von Zuwanderung und gegen eine vielfältige Gesellschaft. RechtsextremistInnen greifen zur Begründung ihrer Ideologie gerne auf scheinbar geltende Naturgesetzlichkeiten zurück wie z. B. „Der Stärkere setzt sich durch“.

Gerne beziehen sie sich auch auf die „Neophyten-Diskussion“ im Naturschutz. Diese beschäftigt sich mit der Frage, welche Pflanzen als „heimisch“ gelten sollen und welche nicht. In der digitalen Veranstaltung klären wir mit zwei Botanikerinnen und einem Rechtsexremismusexperten die Sachlage: Wie weit können RechtsextremistInnen diese Diskussion im Naturschutz für sich nutzen. Bietet sie Anknüpfungsmöglichkeiten für rechtsextremistische Akteure?

Hören Sie zu und diskutieren Sie mit.

ReferentInnen:

Dr. Marianne Lauerer/Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Ökologisch-Botanischen Garten Bayreuth.

Dr. Stephanie Socher, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Botanischer Garten Salzburg

Dr. Nils M. Franke/Universität Leipzig, Rechtsextremismusexperte

Moderation: Julia Schölzel/Bayerischer Rundfunk, Journalistin.

Das Online-Seminar ist kostenfrei und zur Anmeldung gelangt man hier: